Master in Kulturellen Beziehungen und Migration

Der Universitätslehrgang Master in Kulturellen Beziehungen und Migration richtet sich an alle, die im sozialen, psychologischen, kulturellen und pädagogischen Bereich auf nationaler und internationaler Ebene arbeiten.

30 ausgewählten Studierenden aus aller Welt wird die Möglichkeit geboten, an einem einjährigen weiterbildenden Masterstudiengang teilzunehmen.


Studienbeginn des akademischen Jahres 2017/18 ist der 16.10.2017

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BeschreibungVoraussetzungenAufbau des Studiums

Folder Master in kulturellen Beziehungen und Migration

Dozentinnen und Dozenten mit breiter Erfahrung in Wissenschaft, Forschung und Praxis diskutieren und forschen gemeinsam mit den Studierenden über:

  • Diversity, Citizenship und Intercultural Education
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus
  • Antirassistische Bildungsarbeit
  • Psychosoziale Ansätze in der Arbeit in Konfliktregionen
  • Psychosoziale Ansätze in der Arbeit mit Flüchtlingen
  • Sprachpolitik und Spracherwerb
  • Migration, Flucht und Globalisierung

Der Master „Cultural Relations and Migration“ kombiniert Theorie, Praxis und empirische Forschung zu dem gesamten Spektrum Kultureller Beziehungen und Migration.

Zur Teilnahme am Masterstudiengang Cultural Relations and Migration an der Sigmund Freud Universität Berlin müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Sozial- oder Geisteswissenschaften) mit 240 ECTS.
Studierenden, die unter Einbeziehung vorangehender Hochschulstudien insgesamt 300 Leistungspunkte nachweisen, wird der Master of Arts (M.A.) verliehen. Studierende mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (Bachelor) können auch mit weniger als 240 Leistungspunkten am Studium teilnehmen, erhalten dann nicht den Titel Master of Arts (MA), sondern ein Zertifikat mit Zeugnis.

2. Erste Berufserfahrung nach dem Studienabschluss.

3. Das Studium ist gebührenpflichtig.
Für das Studienjahr 2016/2017 wird insgesamt eine Studien-und Verwaltungsgebühr von 3.800 € erhoben.

4. Fortgeschrittene Englisch- und Deutsch-Kenntnisse
Ihre Englischkenntnisse sollten fundiert sein, da ein Drittel der Kurse in Englisch gehalten wird, es wird kein Nachweis für ein bestimmtes Level verlangt. Bei BewerberInnen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, muss zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Nachweis über die Deutschkenntnisse auf dem Niveau DSH 1 erbracht werden.

5. Im Rahmen eines persönlichen Aufnahmegespräches…
werden die Studienmotivation und die mit dem Studium verbundenen Ziele angesprochen. Individuelle Fragen zum Studium können geklärt werden. Aufnahmegespräche sind ab sofort möglich und können mit der Studiengangskoordinatorin Christina Ayazi vereinbart werden.

Modul 1 Wissenschaftlicher Zugang und Methoden

Tutorial (2 SWS) Wissenschaftliches Arbeiten und Studienorganisation

Das studienbegleitende Tutorium unterstützt die Studierenden bei der Studienorganisation und vermittelt die wichtigsten Techniken Wissenschaftlichen Arbeitens zu Anfertigung von Präsentationen, Seminar- und Abschlussarbeiten.

Seminar (2 SWS) Diversity Training und Biographiearbeit

In diesem einführenden Seminar werden eigene kulturbezogene und sozialisationsbedingte Erfahrungen und Selbstbilder reflektiert und unter dem Aspekt der unterschiedlichen Differenzlinien diskutiert. Die Teilnehmer/-innen erhalten die Gelegenheit ihren eigenen Zugang zum Thema Interkulturelle Bildung, Psychosoziale Intervention in Interkulturellen Settings und Antidiskriminierungsarbeit zu erforschen und zu reflektieren. Sie vertiefen ihr Bewusstsein für Ursachen und Formen von Inklusion und Exklusion, sowie Prozessen der Identitätsbildung zwischen Zugehörigkeit und Differenz. Die Übungen bieten eine kritische Begleitung interkultureller Kompetenzentwicklung und dienen der Ressourcenerschließung für interkulturelle Kommunikationsprozesse und der Teambildung in der eigenen interkulturellen Studiengruppe.

Seminar (2 SWS) Kulturwissenschaftliche Grundbegriffe und Theorien

Das Seminar bietet eine Einführung in kulturwissenschaftliche Grundbegriffe und Theorien. Diese werden gemeinsam erarbeitet und auf ihr historische und gesellschaftspolitische Bedeutung hin überprüft. Dabei stehen kontroverse Diskussionen und unterschiedliche theoretische Zugänge zu den Themengebieten Kultur und Kulturtheorien, Integration und Identität, Zugehörigkeit und Differenz und Postkoloniale Studien im Mittelpunkt.

Modul 2 Psychosoziale Dimensionen von Verfolgung, Krieg und Flucht

Seminar (2 SWS) Psychosoziale Ansätze in der Arbeit in Konfliktgebieten

Das Seminar gibt eine Einführung in psychosoziale Konzepte und Methoden der Arbeit in Konflikt- und postkonflikt Gebieten. Konkret wird in die psychosoziale Konfliktanalyse eingeführt und die konzeptionelle Bedeutung der Begriffspaare Verfolgung/Angst, Zerstörung/Trauma, Verlust/Trauer erläutert. Schwerpunktmäßig wird auf die praktische Arbeit in „Ongoing Conflicts“ und auf das sogenannte „Dealing with the past“ eingegangen. Die komplizierte Rolle der internationalen Zusammenarbeit in diesem Zusammenhang wird aufgegriffen.

Seminar (2 SWS) Psychosoziale Ansätze in der Arbeit mit Flüchtlingen

Das Seminar vertieft Bereiche der erzwungenen Migration und psychische und soziale Folgen von Krieg und Flucht. Traumatische Erfahrungen begleiten oftmals Migrations- und Fluchtbewegungen. Was für Erklärungsmodelle bieten die Sozialwissenschaften? Was sind Spezifika von Trauma bzw. von psychischen Belastungen im Kontext von Migration und Exil? Es werden psychosoziale Ansätze zur Unterstützung von Flüchtlingen und Migrant/-innen in der Aufnahmegesellschaft untersucht und diskutiert. Psychosoziale Ansätze werden dabei aus der rein „therapeutischen Ecke“ herausgeholt und ihre Nutzbarmachung für ein breites Feld sozialer und pädagogischer Interventionen belegt.

Modul 3 Migration und Bildung

Seminar (2 SWS) Bildung in der Einwanderungsgesellschaft

Das Seminar bietet eine Einführung in die Theorie und Praxis Interkultureller Pädagogik. Verschiedene Konzepte von Bildung in der Einwanderungsgesellschaft werden gemeinsam erarbeitet und auf ihre historische und gesellschaftspolitische Bedeutung hin überprüft. Die Migrationsgeschichte in Europa und Deutschland, sowie die aktuelle Situation von Migrant/-innen bilden hierbei eine wichtige Grundlage. In Hinblick auf die Praxis der Interkulturellen Bildung werden Best Practice Modelle u.a. aus den Bereichen Globales Lernen, Community Education und Demokratiepädagogik vorgestellt.

Modul- und Seminarbeschreibung

Seminar ( 2 SWS) Mehrsprachigkeit und Bildung

Das Seminar gibt einen Überblick über die grundlegenden bildungspolitischen Fragen zu den Zusammenhängen von Migration, sprachliche n Kompetenzen und Bildungschancen. Die öffentliche Politik in Bezug auf Amtssprachen und die Verwendung von Minoritätensprachen in sozialen Diensten und am Arbeitsplatz werden anhand verschiedener Beispiele diskutiert. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden Verläufe erst- und zweitsprachlicher Erwerbsprozesse, zentrale Dimensionen und Prinzipien von Deutsch als Zweitsprache und Sprachbildung, sowie verschiedene methodisch-didaktische Ansätze der Sprachförderung vermittelt.

Modul 4 Interkulturelle Handlungskompetenz in Theorie und Praxis

Vortragsreihe (2 SWS) Theorie und Praxis Interkultureller Handlungsfelder

In der Vortragsreihe geht es um Fragen professionellen Handelns im Umgang mit Exklusion und Inklusion. Neben Ansätzen der Interkulturellen Praxis werden auch Erfahrungen aus der zivilgesellschaftlichen Projektarbeit gegen Diskriminierung und Rassismus vorgestellt und diskutiert. Exemplarisch steht die Metropole Berlin mit ihren vielfältigen Akteur/-innen im Mittelpunkt. Interkulturelle Forscher/-innen sowie Repräsentant/- innen aus relevanten Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen stellen ihre Ansätze vor und eröffnen damit die Möglichkeit zu kritischem Vergleich und eigenem Engagement in Projekt bzw. in der Masterarbeitsphase.

Seminar (2 SWS) Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Herausforderungen für professionelles Handeln

Das Seminar bietet einen Überblick über aktuelle Debatten und Erscheinungsformen des Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus in Deutschland heute. Um das Bild zu vervollständigen, werden Studien der Einstellungsforschung herangezogen, wie die Untersuchung des Bielefelder Forschungsteams um Wilhelm Heitmeyer zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ und die sogenannten „MitteStudien“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Hieran anschließend werden sozialwissenschaftliche Fachdebatten zur Diskussion gestellt, in denen es um die Auseinandersetzung mit den genannten Phänomenen geht. Anhand von Methoden und Ansätzen aus der pädagogischen und psychosozialen Praxis wir diskutiert, welche Ziele diese mit welchen Herangehensweisen verfolgen.

Modul 5 Projektmanagement

Seminar (2 SWS) Projektmanagement und Vorbereitung der Studienprojekte

Die Veranstaltung nimmt die Planung, Durchführung und Auswertung eines eigenen Projektes in einem Interkulturellen Praxisfeld in den Blick. Im ersten Teil der Veranstaltung werden grundlegende Kenntnisse des Projektmanagements vermittelt und auf die eigene Projektidee angewandt. Neben der Fokussierung auf die Anwendung der in den anderen Modulen erworbenen Methoden und Kenntnisse bietet das Projektmodul die Möglichkeit eigene fachliche Schwerpunkte zu setzen und in der Praxis umzusetzen.

Colloquium (2 SWS) Begleitung der Studienprojekte und Kollegiale Beratung

In der Umsetzungsphase der Projekte wird ein problemzentriertes Coaching angeboten. Fragen, die im Zusammenhang mit der Durchführung der jeweiligen Projekte entstehen, werden in Form einer Kollegialen Beratung bearbeitet und erste Erfahrungen aus der Praxis reflektiert.

Master Thesis

Colloquium zur Anfertigung der Master Thesis (2 SWS)

Die Student/-innen erhalten eine Vertiefung in Methoden Wissenschaftlichen Forschens- und Arbeitens. Sie können Planung und Zwischenergebnisse der Masterarbeit in diesem begleitenden Forschungskolloquium präsentieren und erörtern. Das Colloqium dient somit auch als Forschungswerkstatt für qualitative Untersuchungen im Rahmen der Masterarbeiten.